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Warum Naturheilkunde und TCM im Akutkrankenhaus?

Naturwissenschaftlich fundierte Schulmedizin, Naturheilkunde und Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) sind medizinische Heilverfahren mit zum Teil völlig verschiedenen Betrachtungsweisen des Menschen. Dementsprechend unterscheiden sie sich auch in Diagnostik und Therapie. Dennoch verfolgen sie alle ein gemeinsames Ziel:

"Die Gesundung des Menschen"

Mit unserem Projekt "Integration von Naturheilkunde und TCM in ein Akutkrankenhaus" möchten wir die Erkenntnisse und Erfahrungen der verschiedenen Verfahren zusammenführen und dieses gemeinsame Wissen in vielfältige Diagnose- und Therapiemöglichkeiten umsetzen. Therapieformen aus dem Bereich der Naturheilkunde und der Traditionellen Chinesischen Medizin werden heute zunehmend in der ambulanten Versorgung und im Rahmen von Rehabilitationsmaßnahmen mit Erfolg praktiziert. Bei Erkrankungen, die eine stationäre Behandlung im Akutkrankenhaus erforderlich machen, sind diese Verfahren ebenfalls einsetzbar.

Akute lebensbedrohliche Erkrankungen erfordern den sofortigen Einsatz aller modernen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten. In einer Situation, in der das Leben des Patienten akut gefährdet ist, kann der menschliche Organismus auf Selbstregulation nicht zurückgreifen. Der Naturheilkunde und der Traditionellen Chinesischen Medizin sind hier klare Grenzen gesetzt. Ausschließlich mit moderner Notfallmedizin kann eine akute vitale Bedrohung des Patienten abgewendet werden.

In einer relativ frühen Phase der akuten Erkrankung beziehungsweise im akuten Schub eines chronischen Leidens können dann Schulmedizin, Naturheilkunde und TCM in sinnvoller Kombination zur Anwendung kommen. Der Heilungsprozeß wird beschleunigt und der stationäre Aufenthalt verkürzt. Der Einsatz von Medikamenten mit zum Teil schädlichen Nebenwirkungen kann insbesondere in der Schmerztherapie deutlich reduziert werden.

Das Projekt wird durch das Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin der Charité Berlin wissenschaftlich ausgewertet.

Die Realisierung dieses Projekts wurde uns durch die großzügige finanzielle Unterstützung der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung ermöglicht.